Jedes Material verändert sich mit der Zeit, Daune und Feder sind da keine Ausnahme. Ob sich diese Veränderung als Verlust oder als Beständigkeit zeigt, entscheiden nicht die ersten Wochen nach dem Kauf, sondern die immer wiederkehrenden, meist unscheinbaren Gewohnheiten danach. Pflege ist in diesem Sinn keine Frage des Aufwands. Es geht nicht darum, viel zu tun, sondern das Richtige, im richtigen Rhythmus.
Die tägliche Pflege
Kissen und Decke sollten nach dem Aufstehen kurz aufgeschüttelt werden, damit sich die Füllung neu verteilt und ihre Bauschkraft zurückgewinnt. Ebenso entscheidend: Daune braucht Luft, um sich zu entfalten. Wer sein Bett direkt nach dem Aufstehen wieder zudeckt, nimmt ihr genau diese Zeit. Eine Stunde am offenen Fenster reicht im Sommer meist aus, in der kälteren Jahreszeit dürfen es zwei sein. Direkte Sonne und Feuchtigkeit dagegen sollten Daune und Feder nicht ausgesetzt werden, beides macht sie auf Dauer brüchig.
Die Wäsche
Bei der Wäsche selbst zählt weniger die Häufigkeit als die Sorgfalt. Ein Kopfkissen verträgt ein bis zwei Wäschen im Jahr und hält bei guter Pflege bis zu fünf Jahre, eine Bettdecke kommt mit deutlich weniger aus und begleitet bei entsprechender Behandlung zehn Jahre und länger.
Gewaschen wird bei 60 Grad und niedriger Schleuderzahl, etwa 300 bis 400 Umdrehungen, nie mit Weichspüler, der die Fasern verkleben lässt.
Unser hauseigenes Daunenwaschmittel etwa setzt dafür ausschließlich auf pflanzliche Tenside aus Weizen-, Mais- und Kartoffelstärke: phosphatfrei, pH-neutral, ohne optische Aufheller.
Der eigentliche Prüfstein aber liegt im Trocknen: Der Trockner darf bis zu 120 Grad heiß laufen, entscheidend ist, dass die Füllung dabei vollständig durchtrocknet, nur so bleibt sie geruchsneutral und frei von Klumpen. Ein paar Trocknerbälle im Programm helfen der Daune dabei, sich wieder aufzurichten.
Die Eiderdaune
Eine Ausnahme bildet die Eiderdaune. Ihre Feinheit verträgt keine Waschmaschine, ihre Seltenheit erst recht keine Kompromisse. Für sie trennen wir die Füllung von der Hülle, reinigen sie einzeln von Hand und fassen sie anschließend neu ein: eine Arbeit, die ausschließlich unser Pflegeservice übernimmt. Es ist die einzige Behandlung, die einem Material dieser Klasse gerecht wird.
Die Lebensdauer
Am Ende ist Pflege keine einmalige Anstrengung, sondern eine Gewohnheit. Wer seine Bettwaren richtig behandelt, verlängert nicht nur ihre Lebensdauer, sondern auch das Gefühl, mit dem man sich Abend für Abend darunter legt.